Lebensmittel

Corporate Responsibility in der Praxis

Spezialist für Den Handel mit Lebensmitteln

Die Clama GmbH & Co. KG (Clama) ist bewährter Lieferant im Food-Bereich. Heute zählen die Produktsparten Konserven, Tiefkühlkost, Feinkost, Frische, Ultrafrische und Teigwaren zum Portfolio der Clama. Weitere Informationen über die Clama finden Sie hier.

Corporate Responsibility in der Clama

Unser Anspruch und unser Selbstverständnis sind, die Umwelt und natürliche Ressourcen zu schonen, um sie für heutige und nachfolgende Generationen zu erhalten. Die Berücksichtigung und Implementierung ökologischer und sozialer CR-Kriterien in Zusammenarbeit mit unseren Produzenten und Partnern verstehen wir daher als Teil unseres Kerngeschäfts.

v

Justin Hambleton, Geschäftsführer Clama

„CR ist erforderlich, um unsere Lieferketten für Mensch und Umwelt verträglich zu gestalten. Als Importeur von Lebensmitteln erfordert dies von uns, im konstruktiven Dialog mit unseren Produzenten die verschiedenen Aspekte dieses Themenfelds nach und nach anzugehen.“

v

Martin Hofstede, Geschäftsführer Clama

„Das Ziel von CR muss sein, das Arbeitsleben für alle Menschen lebenswert zu gestalten. Das sollte als Teamaufgabe verstanden werden, denn hier sind nicht nur wir als Unternehmen gefordert, sondern in hohem Maße die Regierungen in den Produktionsländern, die Lieferanten sowie NGOs und Standardgeber.“

Nachhaltige Sortimentsgestaltung

Für die Clama ist es eine Selbstverständlichkeit, Geschäftspartnern und somit auch den Endverbrauchern qualitativ hochwertige, nachhaltige und sichere Ware zu liefern. Die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Partnern entlang der gesamten Lieferkette verstehen wir als Teil unseres Kerngeschäfts. Um dieses Engagement sichtbar zu machen, sind Siegel heutzutage ein typisches Instrument. Während Siegel und Label keine Lösung für alle Probleme in globalen Wertschöpfungsketten darstellen (können), haben sie dennoch ihre Daseinsberechtigung. So konnte über das Formulieren und Nachverfolgen von Standards in den Lieferketten bereits viel Positives erreicht werden, u. a. in puncto Anbaumethoden, Arbeits- und Sozialstandards sowie Transparenz und Rückverfolgbarkeit. Positiv zu erwähnen ist zudem, dass viele Standards über die Jahre ihre Anforderungen verschärft haben.

Auch die Clama weist daher die Erfüllung verschiedener Produktstandards mit Nachhaltigkeits- und Qualitätsbezug, die die unterschiedlichen Problematiken in der Lieferkette fokussieren, über Siegel auf den Produkten aus. Dazu gehören u. a.

  • im Bereich der biologischen Erzeugung das EU-Bio-Siegel (DE-ÖKO-012) basierend auf der EU-Öko-Verordnung,
  • für das Produktsegment Fisch und Meerestiere speziell die Siegel von MSC (Marine Stewardship Council) und ASC (Aquaculture Stewardship Council) sowie GlobalG.A.P. und Dolphin Safe,
  • das Fairtrade-Siegel
  • das V-Label, sowie
  • das Siegel VLOG – Ohne Gentechnik.

Nähere Informationen zu diesem Thema finden sich auf den folgenden Websites:

Einkaufspolitiken

Mit unseren Einkaufspolitiken* für kritische Rohstoffe** nehmen wir unsere Verantwortung als weltweit agierende Handels- und Produktionsunternehmen für die nachhaltige Nutzung von Ressourcen zur Herstellung unserer Produkte und für die beteiligten Akteure in unseren Lieferketten wahr.

Nachfolgend finden Sie die Einkaufspolitiken für die relevanten Rohstoffe, die in den Warengruppen der Clama Einsatz finden. Bei der Umsetzung der jeweiligen Anforderungen und Standards arbeiten wir eng mit unseren Produzenten zusammen und sind auch mit den jeweiligen Standardgebern im Austausch.

* Die Einkaufspolitiken beschreiben das Vorgehen und die Ziele der genannten Gesellschaften, die über die Einhaltung geltender rechtlicher Bestimmungen hinausgehen. Die Einkaufspolitik ‚Fisch und Meerestiere‘ bezieht sich auf die Beschaffungsaktivitäten der Clama für Fisch, Meerestiere/Schalentiere und Erzeugnisse aus diesen.

** Natürliche Ressourcen und hier insbesondere Rohstoffe sind nicht per se kritisch, sondern werden erst aufgrund verschiedener Umstände, Zusammenhänge und Wechselwirkungen als solche bewertet. Diesbezüglich spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Verfügbarkeit des Rohstoffs, Schlüsselbedeutung des Rohstoffs aus wirtschaftsstrategischer Sicht für bestimmte Industrien, Verfügbarkeit von Ersatzstoffen, Auswirkungen auf soziale oder ökologische Aspekte beim Anbau, Abbau und der Weiterverarbeitung etc. Diese Punkte verdeutlichen, dass ein Rohstoff nicht unbedingt allgemeingültig als „kritisch“ gelten muss.

Social Compliance: Einhaltung von Sozialstandards in der Lieferkette

Zur Einhaltung und Förderung von international gültigen Sozialstandards entlang unserer Lieferketten sind wir seit 2009 Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI) von amfori. Durch die Teilnahme verpflichtet sich die Clama, den Code of Conduct von amfori BSCI anzuerkennen und in den Lieferketten umzusetzen. Der Verhaltenskodex sieht eine Verbesserung der sozialen Standards sowie eine verstärkte Einhaltung von Arbeitnehmerrechten innerhalb globaler Lieferketten vor. Er stützt sich auf eine Reihe internationaler Übereinkommen, wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die von UNICEF, dem United Nations (UN) Global Compact und Save the Children entwickelten Leitlinien „Kinderrechte und unternehmerisches Handeln“, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) sowie die Zehn Prinzipien des UN Global Compact und die Übereinkommen und Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Der Fokus in der Umsetzung der amfori BSCI-Anforderungen und der Kundenanforderungen liegt dabei auf Produktionsstätten, die in von amfori definierten Risikoländern liegen, wie bspw. China, Bangladesch oder Marokko. Aber auch europäische Länder wie z. B. Bulgarien und zuletzt Griechenland wurden als risikobehaftet eingestuft. Die aktuelle Liste der sogenannten Risk Countries nach der amfori BSCI (Stand: 2019) kann hier eingesehen werden.

Neben externen Audits geben wir die CR-Anforderungen durch Informationsdokumente, stetigen Austausch und regelmäßige Besuche der Produktionsstätten in den Herstellungsländern in unsere Lieferketten weiter. Wir wollen jedoch nicht nur informieren, sondern unsere Produzenten auf dem Weg der kontinuierlichen Verbesserung aktiv unterstützen. Das setzen wir um, indem wir Hilfestellung bei u. a. folgenden Aufgaben leisten:

  • Bereitstellung von Wissen zur Umsetzung von Sozialstandards in der Lieferkette,
  • Betreuung bei der Erstellung von Verbesserungsplänen, sog. Remediation Plans, um negative Feststellungen aus den Audits zu korrigieren und so langfristige Verbesserungen herbeizuführen sowie Datenverwaltung und Fortschrittskontrollen.

Die Begleitung der Produzenten erfolgt auch in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden in unseren lokalen Büros in Bangladesch und China, sowie mit unseren Partnern vor Ort.

amfori BSCI

2003 gegründet, ist die Business Social Compliance Initiative (BSCI) ein zentraler Bestandteil von amfori (bis Dezember 2017 Foreign Trade Association, FTA). Durch die Mitgliedschaft in der amfori BSCI verfolgen über 2.000 Mitglieder in mehr als 40 Ländern das Ziel, die Arbeits- und Sozialbedingungen in globalen Lieferketten zu verbessern. Die amfori BSCI ist ein Entwicklungsmodell. Ausgehend von dem Code of Conduct unterstützt amfori die Wissensvermittlung sowohl bei den Mitgliedern als auch bei den Produktionsstätten und entwickelt – je nach Herausforderungen der Produktionsländer – spezifische Programme, die die Mitglieder bei der Umsetzung von Sozialstandards leiten und unterstützen. Der amfori BSCI Code of Conduct stützt sich auf die Prinzipien, die in der nebenstehenden Grafik erläutert werden.

Corporate Responsibility in der Praxis

Fishery Improvement Project

Die Clama ist Mitglied des Lenkungsausschusses eines Fishery Improvement Project (FIP, “Fischerei-Verbesserungsprojekt”) der Organisation Sustainable Fisheries Partnership, welches auf eine MSC-Zertifizierung von Sardinen in Marokko hinarbeitet. Das FIP „Morocco sardine – pelagic trawl and seine“ („Marokkanische Sardine – Pelagisches Schleppnetz und Wadennetz“) besteht seit 2014 und betrifft die Fanggebiete A, B und C vor Marokko.

Eine ausführliche Beschreibung des Projekts finden Sie hier.

FIPs sind ein mittlerweile etablierter Weg, um das nachhaltige Management von Fischbeständen zu fördern, da die Nachfrage nach verantwortungsvoll gefangenen/produzierten Fischen und Meerestieren stetig weiter steigt. Die Projekte haben das Ziel, Fischbestände auf eine Zertifizierung (bspw. MSC) vorzubereiten, und werden fast ausschließlich als Multi-Stakeholder-Initiativen betrieben. Da die Anzahl an bestehenden FIPs stetig zunimmt und diese Projekte unterschiedlich aufgebaut sind, hat der MSC Kriterien für „glaubwürdige“ FIPs entwickelt.

 

Wissenswertes

Wie es aktuell um welchen Fisch steht, verrät die Website Fischbestände Online. Mit dem Fischratgeber vom WWF, den es auch als App für unterwegs gibt, können Sie sich über Fischprodukte aus der Kategorie „Gute Wahl“ informieren und bewusst entscheiden.

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Bitte richten Sie diese an:

Anne Stemmer

Anne Stemmer

Manager Corporate Responsibility, Clama GmbH & Co. KG